Gambia Teil 5

Georgetown, Pechsträhnen, Schlepper und Hippos

Seit Anfang/ Mitte Februar werden wir von einer Pechsträhne verfolgt. Da wäre einmal der verpatzte Haarschnitt von Mägdi (siehe unser letzter Bericht). Dann erhalten wir eine unangenehme Nachricht, was unsere Wohnung bzw. Untervermietung betrifft, worauf wir an der Stelle nicht näher eingehen wollen. Nur so viel sei gesagt: Es zieht uns herunter und bereitet uns schlaflose Nächte. Dann entdeckt Toni kurz nach unserem Trip nach ‚Paradise Island’, dass eine Maus in unseren Bus eingezogen ist. Und diese Maus hat sämtliche Pumpernickel-Packungen angenagt, welche daraufhin Feuchtigkeit eingefangen haben und verschimmelt sind. Mägdi ist extrem sauer, da es hier in Afrika nirgends Pumpernikel Brot zu kaufen gibt und wir aus diesem Grund extra Vorräte eingekauft hatten, die so lange halten sollten, bis wir von unserer Afrikareise zurück sind – das kann man jetzt vergessen. Es folgen noch viele weitere ‚Pech-Attacken‘, auf die wir später noch eingehen werden.

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Gambia Teil 4

Tonis & Mägdis Geburtstag und Besuch von Benj

Am 09.02.2019 wollen wir mit unseren Berliner Freunden auf dem Grundstück in Mayamba Tonis Geburtstag feiern – bzw. ‚hineinfeiern’. Mit Wein- und Biervorräten hatten wir uns vorher z.T. in Banjul eingedeckt – den Rest besorgen wir in der einzigen ‚Kneipe’ in Barra. Wegen der Preise müssen wir uns mit der leicht betrunkenen und etwas lallenden Bardame zuerst herumstreiten, können dann aber erfolgreich mit zwei Flaschen Gin und gekühltem Bier Richtung ‚Party-Location’ ziehen. Dort bereiten wir uns noch besondere Pancakes mit ‚regionalen Gewürzen‘ zu. Am Abend sitzen Gregor, Jessie, Julius, Martha, Yaya und wir am Lagerfeuer, hören Musik und genießen unsere heutigen getätigten Einkäufe. Dazu gibt es ein persönliches Live-Konzert von Gregor und Julius mit ihrer Band ‚Kait’- sehr exklusiv. Zu Essen gibt es Garnelen auf afrikanische Art – gebraten und serviert auf Salatblättern, zusammen mit Gemüse und Manjok. Ein sehr netter, ruhiger Abend … Happy Birthday liebster Toni! Mit deinen 38 Jahren gehörst du nun langsam auch zur ‚Alte-Säcke-Fraktion‘ und kannst Mägdi dort Gesellschaft leisten.

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Gambia Teil 3

Ausflug nach ‚Paradise Island‘ und Krankenhausbesuch in Barra

Nachdem wir nun endlich im Besitz von Bargeld sind, können wir unsere geplante Tour durch den ‚Niumi Nationalpark’ zur sog. ‚Jinack Island‘ (auch ‚Paradise Island’ genannt) durchführen. Der Nationalpark soll 1987 errichtet worden sein, insgesamt eine Fläche von 4940 Hektar umfassen und sich neben der sicherförmigen, 700 Meter breiten Insel ‚Jinack’ noch aus einem Gebiet auf dem Festland zusammensetzen. Wald, Dünen, Lagunen und Mangroven sollen das Bild des Reservats bestimmen – wir sind sehr gespannt und voller Vorfreude.

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Gambia Teil 2

Unverhoffter Ausflug nach Banjul

Nachdem wir ein paar entspannte Tage in Mayamba verbracht haben, wird Toni wieder einmal krank: Erkältunssymptome machen sich breit. Influenza? In Afrika bei über 30 Grad? Schwer zu glauben … Den geplanten Beusch des Musikfestivals in Kartong vom 01.02.2019 bis 05.02.2019 können wir jetzt auf jeden Fall vergessen – unsere Freunde und Bekannte müssen ohne uns losgehen. Wir hingegen bleiben in Mayamba und ‚versacken’ dort auf Yayas Grundstück. Es ist verdammt heiß (bis zu 40 Grad Celsius); zudem gibt es kaum Möglichkeiten, sich abzukühlen – unter diesen Bedingungen krankheitsgeplagt in oder vor dem Bus zu verweilen, gehört wirklich nicht zu den schönsten Dingen im Leben! Toni schläft oder trinkt Hibiskustee – Mägdi langweilt sich sich fast zu Tode. Aus lauter Verzweiflung lädt sie sich deutsche Zeitschriften auf ihren ipad – sogar Klatschzeitungen. Wir siechen in der Hitze vor uns hin und warten darauf, dass es Toni endlich besser geht. Nachdem Mägdi Tage später den neuesten Klatsch von Heidi Klum und Co. sowie die neuesten Diät- und Schminktipps bereits auswendig kennt, scheint es Toni allmählich besser zu gehen. Wir wollen Tonis fortgeschrittenen Genesungszustand ausnutzen und nach tagelangem Vor-Sich-Hin-Vegetieren endlich wieder ein paar Ausflüge unternehmen.

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Senegal Teil 2

Lac Rose

Nach dem anstrengenden Trip nach Dakar peilen wir den ‚Lac Rose‘ (oder auch ‚Retba-See‘ genannt) an – ein 35 km nordöstlich von Dakar gelegener Salzsee. In unserem Reiseführer ist der ‚Lac Rose‘ als ‚wunderschöner Ort‘ und als ‚ein Muss in Senegal’ beschrieben worden. Er solle aufgrund von Cyanobakterien rosarot schimmern, außerdem so salzhaltig wie das Tote Meer (380g/Liter) und somit sehr gesundheitsförderlich sein. Unsere Erwartungen sind entsprechend hoch.

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Senegal Teil 1

Senegals erste Eindrücke – Saint Louis & Dakar

Zunächst einmal ein paar Steckbrief-Daten über Senegal: Das Land ist im Westen begrenzt durch den Atlantik, im Norden durch die Republik Mauretanien, im Osten durch die Republik Mali, im Süden durch die Republik Guinea und die Republik Guinea-Bissau, erstreckt sich insgesamt über 197.722 Quadratkilometer und wird von 14 Millionen Menschen bewohnt. Die Amtssprache ist Französisch; Umgangssprachen sind Wolof, Serer, Diola und andere Stammessprachen. Die vertretenen Religionen setzen sich aus 94% sunnitischen Moslems zusammen, dazu Animisten und Christen. Die Vegetations- und Klimazonen in Senegal reichen von den Ausläufern der Sahara bis zum tropischen Regenwald – es herrscht hauptsächlich ein subtropisches Klima. Unsere erste Station im Senegal ist Saint-Louis an der nordwestlichen Küste. Bei der Fahrt durch die 200000 Einwohner große Stadt bekommen wir erstmals seit langer Zeit das Gefühl, etwas völlig Neues zu entdecken. Wir begegnen fast ausschließlich Schwarzafrikanern, die auch einen völlig anderen Kleidungsstil präsentieren: Die Frauen tragen auffällige Frisuren (bzw. Perrücken) und farbenfrohe Kleider, wirken selbstbewusst. Dass das Land mehrheitlich muslimisch ist, hindert die Frauen nicht daran, sich herauszuputzen und ihre Weiblichkeit zu betonen.

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